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Blogeintrag

Effizientes Testmanagement mit Werkzeugen

Testmanagement  OSTC  Testmanagement-Tools 

Oft fragen unsere Kunden, wie sie Tools für das Testmanagement optimal nutzen können. Neben Planung und Reporting des Ablaufs der Tests tragen Verknüpfungen von Testdokumenten und Testergebnissen zu Anforderungen, Releaseplanung, Quellcode, und vielem mehr zu einem erfolgreichen Testmanagement bei.

Aufgaben des Testmanagements

Zu den Tätigkeiten des Testmanagers gehören Planungsaufgaben sowie die Steuerung des Testprozesses mithilfe von Metriken, die bei Analyse, Entwurf und Durchführung der Tests ermittelt werden [1]. Die Testprojektplanung kann mit Tools übersichtlicher gehalten werden und automatisch generierte Berichte zeigen auf Knopfdruck unverfälschte Werte.
Im Testkonzept werden Strategie und Ziele einzelner Teststufen geplant. Der Testanalyst kann von den Zielen ausgehend die zu testenden Abläufe, Funktionen, Features, Schnittstellen und Funktionsaufrufe finden und bis auf einzelne Testfälle herunterbrechen. Dabei verschafft er sich ein Gesamtbild, welches die Schätzung von Testaufwänden schon in frühen Projektphasen unterstützt. Das erleichtert die Einsatzplanung und Zuteilung der Ressourcen. Mithilfe von Testmanagement-Tools können sowohl Infrastruktur als auch Personenkapazitäten geplant, und über geeignete Schnittstellen mit Daten aus Ressourcenverwaltungssystemen verknüpft werden.
Werden Testergebnisse in das Testmanagementtool zurückgeführt, kann das Tool daraus Statistiken und Statusdiagramme zum Testfortschritt erzeugen. Diese ermöglichen dem Testmanager, den Grad der Erreichung der geplanten Test-Ende-Kriterien rasch und zuverlässig zu beurteilen.

Einsatz von Werkzeugen spart Zeit bei Organisation und Testfallwartung

Testfälle müssen freilich auch mit Testmanagement-Tools immer noch manuell geschrieben werden, auch wenn manchmal Grundgerüste aus Modellen oder Anwendungsfallbeschreibungen generiert werden können. In den Bereichen Traceability, zeitnahes Reporting, Organisation und Wartung von Tests spielen Testmanagement-Werkzeuge ihre Stärken aus. So ließen sich in einem konkreten Projekt durch die Verwendung eines Werkzeugs im mittleren Preissegment bis zu 70% Aufwände beim Organisieren und der Wartung von Testfällen einsparen. Dabei wurden die Aufwände für regelmäßige Pflege von Testfällen, deren Prüfung zur Wiederverwendung und Beurteilung der erreichten Anforderungsüberdeckung betrachtet. Vergleichsbasis war die Verwendung eines Tabellenkalkulationsprogramms mit Makros. Die Interpretation von Echtzeit-Berichten auf Dashbords erlaubte raschere zielgerichtete Entscheidungen verglichen mit einzelnen Reports in fixen Zeitabständen über Dokumente oder E-Mail. Neben der Erhöhung der Reproduzierbarkeit und Nachvollziehbarkeit von Reviews, Entscheidungen und Testläufen wurde die Wiederverwendbarkeit und Wartbarkeit sowohl manueller als auch automatisierter Tests erleichtert. Bei gleichzeitiger Qualitätssteigerung des Testprozesses konnten über das gesamte Testprojekt rund 30% Kosten eingespart werden.
Die fundierte Messung der Testüberdeckung in Bezug auf Anforderungen oder identifizierte Risiken ist ohne professionelles Werkzeug kaum möglich. Die obengenannte Effizienzsteigerung wird erreicht, wenn die Integration mit Anforderungswerkzeugen, Konfigurationsmanagement, Fehlermanagement, Continuous Integration und Testautomatisierung zuverlässig und einfach gehalten werden.
Wie bei allen Tools besteht das Risiko, bei zu kurzfristigem oder ungeeignetem Einsatz den Aufwand zu erhöhen. Tools können einen Prozess effizienter machen, lösen aber keine Probleme aufgrund fehlender oder unklarer Prozesse. Ein expliziter Testmanagementprozess und gute Standardisierung von Tests tragen selbst bis zu 30% zur Effizienzsteigerung im gesamten Softwareprojekt bei [2].

Es zahlt sich aus

Die Effizienzsteigerung durch Werkzeuge für das Testmanagement wird mit ca. 30% innerhalb des Testprojekts beziffert [3]. Die Nutzung der Werkzeuge erhöht dabei wesentlich die Transparenz des Testprozesses. Dennoch sollte man sich bei der Informationsweitergabe im Team nicht ausschließlich auf Tools verlassen, sondern bei Metriken hinter die Zahlen blicken und auch die persönliche Kommunikation pflegen. Nicht umsonst ist auch das subjektive Vertrauen des erfahrenen Testers in das System eine relevante Metrik [1].

 

 

[1] www.german-testing-board.info/fileadmin/gtb_repository/downloads/pdf/lehrplan/2011-ctfl/ISTQB_CTFL_Lehrplan_2011_germ_V101.pdf
[2] emea.nttdata.com/at/services-loesungen/quality-assurance-and-testing/quality-assurance-and-testing/testmanagement/de/index.html
[3] xtronic.de/bilder/upload/pdf/ProduktFlyer_TestDiamond_0.pdf

Fachlicher Kontakt

Markus Unterauer

markus.unterauer@software-quality-lab.com

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 +43 676 840072-438